Museumsbesuch unter freiem Himmel lockt die Massen


Globale Krisen, schwierige wirtschaftliche Prognosen sowie ein verändertes Konsum- und Freizeitverhalten stellen die Kultur- und Bildungsinstitutionen vor große Herausforderungen. Mit mehr als einer halben Million Besucherinnen und Besuchern gehörten die sieben Freilichtmuseen 2023 erneut zu den beliebtesten Einrichtungen im Land. Ihr vielfältiges Kulturprogramm stieß bei einem breit gefächerten Publikum auf reges Interesse und zeigte sich wiederholt anschlussfähig an die zentralen Themen unserer Zeit.

Davon beeindruckt zeigte sich Kunststaatssekretär Arne Braun: „Wo können Groß und Klein zuschauen, wie im 18. Jahrhundert Brot gebacken wurde? Wo hockt man in einem historischen Schwarzwaldhaus zu einer zünftigen Brotzeit zusammen? Wo unternimmt man eine spektakuläre Zeitreise in die Kulturlandschaft der Vergangenheit in unserem Bundesland? Genau: in den sieben Freilichtmuseen des Landes Baden-Württemberg! Dort wird wissenschaftlich fundiert gearbeitet. Und die Ergebnisse werden nach dem Motto aufbereitet: ‚Wissen macht Ah!‘ Wir in The Länd schätzen uns glücklich, in ganz Baden-Württemberg über diese musealen Schätze zu verfügen – allesamt Orte der Bildung, der Entdeckung, der Abenteuer und der Kommunikation.“ Er dankte den anwesenden Leiterinnen und Leitern stellvertretend für die Museumsteams ausdrücklich für die geleistete Arbeit.

Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, betonte die große thematische Bandbreite der kulturellen Angebote: „Mit Projekten zu Nachhaltigkeit und Energie, zu Teilhabe und Inklusion bis hin zur Umweltbildung trugen die „Sieben im Süden“ auch im vergangenen Jahr auf unterschiedlichen Ebenen zur Stärkung eines lebendigen Regionalbewusstseins in ganz Baden-Württemberg bei.“ Dabei erwiesen sie sich einmal mehr als zentrale Orte des gesellschaftlichen Diskurses und der kulturellen Bildung im ländlichen Raum.

Bereits 2022 hatte die Arbeitsgemeinschaft eine groß angelegte Besuchendenbefragung in Auftrag gegeben, die nicht nur quantitative, sondern vor allem qualitative Kriterien messbar beleuchtete. Die im vergangenen Jahr publizierten Ergebnisse bestätigten den positiven Gesamteindruck: Gesamtnote „1,4“, eine lange Verweildauer, eine hohe Weiterempfehlungsquote sowie das Erreichen breiter gesellschaftlicher Schichten.

Nun beginnt in den sieben Freilichtmuseen Ende März/Anfang April die neue Saison. Alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft bieten wieder bis Anfang November spannende Aktionen, Veranstaltungen und Ausstellungen. Einen guten Überblick zur Arbeit der „Sieben im Süden“ liefert die Website https://www.sieben-im-sueden.de. Von dort aus gelangt der Nutzer auch zu den einzelnen Museen.Jahresversammlung der AG Sieben im Süden

v.l.n.r.: Michael Happe, Leiter Hohenloher Freilandmuseum Schwäbisch Hall-Wackershofen, Dr. Tanja Kreutzer, Leiterin Bauernhaus-Museum 
Allgäu Oberschwaben Wolfegg, Shahab Sangestan, Leiter der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg, Steffi Cornelius, Leiterin des Freilichtmuseums Beuren, Dr. Jürgen Kniep, Leiter des Museumsdorfes Kürnbach, Margit Langer, Geschäftsführerin Freilichtmuseum Vogtsbauernhof Gutach, Dr. Jochen Schicht, Leiter des Freilichtmuseums Neuhausen ob Eck, Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Anja Kahle, Dezernentin für Organisationsentwicklung, Personal und Kultur des Landkreises Ravensburg und Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen und Vorsitzender der AG „7 im Süden“