Pressemitteilung zur Jahresversammlung


Beuren – Die sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg blicken auf eine coronabedingt herausfordernde, aber erfolgreiche Saison zurück. Bis Ende Oktober besuchten etwa 310.000 Gäste die Einrichtungen und damit rund 49.000 mehr als 2020. Auf diese Weise dokumentiert sich nach dem ersten Jahr der Pandemie ein starker Wiederaufwärtstrend bei den Freilichtmuseen und deren große Beliebtheit bei breiten Bevölkerungsschichten. Dies verkündete der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden- Württemberg, der Tuttlinger Landrat Stefan Bär, im Rahmen der Jahrestagung der „7 im Süden“ am 3.11. im Freilichtmuseum Beuren. Die Tagung fand im Beisein von Dr. Andrea Melcher, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dezernentin Monika Dostal in Vertretung des Gastgebers Landrat Heinz Eininger aus Esslingen und Shahab Sangestan, neuer Leiter der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden- Württemberg in Stuttgart, sowie der Verantwortlichen aller sieben Museen statt. Vorsitzender Bär machte deutlich, worauf der Besucheranstieg 2021 insbesondere zurückzuführen ist: auf den Wiederbeginn der vielfältigen museumspädagogischen Angebote und Projekte, mit denen die Freilichtmuseen ihrer zentralen Aufgabe als außerschulische Bildungsorte nachkommen, aber auch einem Neustart größerer Veranstaltungsformate, die den Menschen Kulturgeschichte mit Niveau und Spaß haben und Schüler mehr als 2.000 Angebote in den Museen wahrgenommen. Und auch außerhalb der Schulen haben die Freilichtmuseen wieder großen Zuspruch erfahren: So nahmen 19.000 Personen an Führungen und Aktionen teil, was die Rolle der Freilichtmuseen als Leuchttürme und Anker kultureller Teilhabe im ländlichen Raum eindrucksvoll unterstreicht.

Die Museen machten, das wurde an der Jahresversammlung deutlich, aber auch mit partizipativen und inklusiven Ausstellungsprojekten, neuen Translozierungsvorhaben, wie dem Ortenauhaus im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach, oder digitalen Angeboten von sich Reden. Als großes gemeinschaftliches Projekt aller „7 im Süden“ aber stand 2021 die neue Marketingstrategie im Fokus. Mit der 2020 beschlossenen Umstellung von der Endkunden- auf die Stakeholder-Kommunikation will die Arbeitsgemeinschaft noch wirksamer wichtige Entscheider auf politischer, medialer, kultureller und touristischer Ebene erreichen und für sich gewinnen. 2021 wurden hierbei laut Vorsitzendem Bär wichtige konkrete Schritte unternommen, darunter ein neues Corporate Design entwickelt, eine aussagekräftige Imagebroschüre erarbeitet und die neue Website erstellt, die in kürze an den Start gehen wird. Im nächsten Jahr folgt eine groß angelegte Besucherbefragung, um wichtige Erkenntnisse für die künftige Besucherorientierung zu gewinnen. Bei diesem Gemeinschaftsprojekt und in allen weiteren Fragen, etwa was die Umsetzung von Corona-Regelungen vor Ort betrifft, hätte sich die Arbeitsgemeinschaft hervorragend bewährt, so Bär.

Doch alle diese Vorhaben – seien es solche der Einzelmuseen oder diejenigen der AG – sind nicht umsetzbar ohne die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg. Hierfür dankte der Vorsitzende der „7 im Süden“, ausdrücklich allen Beteiligten. „Wir verstehen die Förderung des Landes als Wertschätzung unserer Vermittlungsarbeit und als Bekenntnis zu unserem gemeinsamen Auftrag der Bildung und Bewahrung“, so Landrat Stefan Bär. Ein Zeichen dieser Wertschätzung ist schließlich auch die Aufnahme der sieben Freilichtmuseen als „regionale Anker“ kultureller Teilhabe in den Koalitionsvertrag der Landesregierung.

Gruppenbild der Geschäftsleitung der Arbeitsgemeinschaft Die Sieben im Süden

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